Einen wunderschönen guten Morgen!
Kaum vorstellbar, doch früher war es völlig normal, dass Menschen kein Smartphone hatten und somit auch nicht erreichbar waren. Vor etwa 30 Jahren waren Handys noch echte Exoten und man fragte sich schon, ob man diese Geräte auch wirklich braucht. Als Steve Jobs das erste iPhone vorstellte, meinte er: dass dieses Gerät die Welt verändern werde. Heute wird die Veränderung offensichtlich, wenn wir im Zug zählen, wie viele Köpfe in ihr Smartphone starren. Fast jeder besitzt heute ein Smartphone und die, die keines haben verzichten meist ganz bewusst auf das Mobilgerät.
Die digitale Welt ist so vielfältig, bunt und voller Möglichkeiten, doch gleichzeitig geraten wir in Stress, weil wir ständig erreichbar sind. Man glaubt ja als moderner Mensch, fast nicht überlebensfähig zu sein ohne Handy. Wie wird das Wetter – brauche ich eine Jacke, was koche ich heute oder was gibt es Neues auf Instagram und Co.? Früher holte ich mir morgens die Tageszeitung vom Briefkasten und heute lese ich die aktuellen Nachrichten auf dem iPhone – zuerst das neueste Weltweit und dann die regional Nachrichten. Mittags dann der gleiche Ablauf – sei es, auf der Wetter-App zu schauen, wann es endlich aufhört zu regnen und wie das Wetter am Wochenende ist. Mein Durchschnittswert am iPhone liegt etwa bei zwei Stunden und vierzig Minuten, die junge Generation übertrifft mich mit einem Wert von vier bis fünf Stunden täglicher Bildschirmzeit. Grund genug zu testen, ob ich für einen Tag oder sogar länger auf meinen ständigen Begleiter verzichten kann.
Schon wenige Sekunden nach dem Wachwerden heißt es den „Greif-Reflex“ zu unterdrücken. Auch wenn ich es ungern eingestehe, der erste Blick geht direkt aufs Display – was gibt es Neues? Die ersten Stunden lehren mich schnell, dass ich mein iPhone weit weg legen muss, damit ich nicht ständig aufs Display gucken kann. Herausfordernd wird der Abend, denn gewöhnlich verbringe ich noch einige Zeit damit WhatsApp Nachrichten zu beantworten, E-Mails zu checken oder auf Pinterest nach Inspirationen zu suchen – und schnell ist eine Stunde vorbei! Schon nach einem Tag merke ich, dass mir der Smartphone-Verzicht schwerer fällt als gedacht. Zu allem Übel muss ich für die Organisation für eine Geburtstagsfeier einer Freundin einiges erledigen und diese Kommunikation mit Freunden laufen ausschließlich über Whatsapp.
Es ist schon sehr erstaunlich wie schwer es fällt, nicht ständig am Display vom Handy zu hängen. Doch der banale Trick das iPhone einfach in einen anderen Raum zu legen, hat dann doch geholfen den Greifreflex in den Griff zu bekommen. Mein Fazit nach 3 Tagen ist, wie deutlich das Handy zum heutigen Leben gehört, schon fast unverzichtbar ist und wie viele weltweite Nachrichten ich verpasst habe. Das Handy erleichtert das Leben ungemein, ermöglicht so manches, was ohne dem kleinen „Helferchen“ nicht möglich wäre und bei einem Notfall ist das Handy einfach unersetzlich.
Wünsche euch einen schönen Sonntag